Projektnummer: VMBG 11
Abschlussdatum: 30.06.2006
Projektleiter:Prof. Dr.-Ing. U. DiltheyInstitut für Schweißtechnische Fertigungsverfahren der RWTH-AachenProf. Dr. G. PohlmannFraunhofer Gesellschaft e.V.Institut für Toxikologie undExperimentelle Medizin, Hannover
Thema:Beim Schweißen und bei verwandten Verfahren entstehen abhängig vom Prozess Schweißrauche unterschiedlicher Partikelgröße und Morphologie sowie Gase. Die Toxikologie dieser Gemische ist einerseits von deren chemischer Zusammensetzung, andererseits von der Größe dieser Partikel (Massengrößenverteilung) abhängig.
Anlass:Seit einigen Jahren wird immer häufiger bei Partikeln mit Partikeldurchmesser kleiner als 100 nm (0,1 µm) - auch als ultrafeine Partikel bezeichnet - von einer besonderen toxikologischen Wirkung ausgegangen. Die ersten Erkenntnisse hieraus stammen aus dem Umweltbereich. Sie wurden in den letzten Jahren immer mehr in die Belange des Arbeits- und Gesundheitsschutzes einbezogen und dort diskutiert. Auch die Diskussion um die Festlegung eines spezifischen Grenzwertes für Schweißrauche und das Erkennen von Art, Menge und pathogener Wirkung ultrafeiner Partikel (UFP) in Schweißrauchen bedingt die Notwendigkeit, eine Charakterisierung dieser Schweißrauchfraktionen zu gewinnen.Ziel:Zur Vermeidung von gesundheitlichen Belastungen durch Schadstoffe bei schweißtech-nischen Arbeiten ist die Einhaltung von Grenzwerten dieser Stoffe in der Atemluft notwendig. Für viele Arbeitsprozesse sind stoffspezifische Grenzwerte und Schutzmaßnahmenstrategien bekannt. Kaum oder überhaupt nicht vorhanden sind dagegen Daten über die Anteile und die Verteilung entstehender ultrafeiner Partikel in den verschiedenen Schweißrauchtypen.Um relevante und vergleichbare Aussagen über die Belastung des Schweißers durch das Auftreten von ultrafeinen Partikeln im Schweißrauch bei den verschiedenen schweißtechnischen Arbeiten treffen zu können, ist es das Forschungsziel, eine vergleichende Untersu-chung bezüglich der Charakterisierung der ultrafeinen Partikel beim Schweißen und bei verwandten Verfahren durchzuführen.
Methodik: Emissionsdaten mittels der "Fumebox-Methode" durch Untersuchungen bezüglich Anzahlkonzentration, Anzahlgrößenverteilung, Oberfläche und Morphologie von Partikeln unter kontrollierten Bedingungen in der "Fumebox". Messungen zur Bestimmung der ultrafeinen Partikel für verschiedene Füge- und Schneidverfahren mit unterschiedlichen Werkstoffen.Konzentrationsmessungen im Atembereich des Schweißers und chemische Analyse der Schweißrauche.Die gewonnenen Ergebnisse sind dann als Grundlage in der Gefährdungsbeurteilung verschiedener Füge- und Schneidverfahren einzubeziehen.
Urheber:
Vereinigung der Metall-Berufsgenossenschaften;
Fachausschuss "Metall und Oberflächenbehandlung" (FA MO), Sachgebiet Schadstoffe
Prof. Dr.-Ing. U. DiltheyInstitut für Schweißtechnische Fertigungsverfahren der RWTH-Aachen
Prof. Dr. G. PohlmannFraunhofer Gesellschaft e.V.Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin, HannoverForschungsinstitutInstitut für Schweißtechnische Fertigungsverfahren der RWTH-Aachen,Pontstraße 49, 52062 Aachen
Fraunhofer Gesellschaft e.V., Institut für Toxikologie und Experimentelle MedizinNikolai-Fuchs-Str. 1, 30625 Hannover
Finanzierung
Vereinigung der Metall-Berufsgenossenschaften VMBG
Ergebnisse Mit dem Forschungsvorhaben wurde am 01. Juli 2004 begonnen. Zwischenzeitlich ist das Projekt zum Abschluss gekommen.