"Med 24" - Vergleichende Untersuchung zur Überprüfung der Wirksamkeit von Hautschutzpräparaten im Rahmen des dreistufigen Hautschutzplanes – Gefährdungsanalyse und Schutzmaßnahme


Projektnummer: VMBG - 850.053

HVBG-Datenbank-Nr:
06#025

Abschlussdatum:
12/2007

Projektleiter:
Prof. Dr. med. Thomas Brüning
Berufsgenossenschaftliches
Forschungsinstitut    für Arbeitsmedizin, Institut der Ruhruniversität Bochum

Thema:
Hauterkrankungen spielen in der metallverarbeitenden Industrie eine gleichbleibend große Rolle. Einzige Schutzmaßnahme ist häufig die Verwendung von Hautschutzpräparaten. Die Wirksamkeit von Hautschutzpräparaten und Hautschutzkonzepten ist bisher wissenschaftlich noch nicht ausreichend untersucht. Es liegen jedoch vorwiegend nur Herstellerangaben zur Wirksamkeit von Hautschutzpräparaten vor. Relevante Fragen wie die Qualität der Inhaltsstoffe und die Frequenz der Applikation von Hautschutz sowie die Akzeptanz von Haut-schutzmitteln im betrieblichen Alltag sind in vielen Tätigkeitsbereichen noch weitgehend un-beantwortet.

Anlass:
Trotz vielfältiger Anstrengungen, vor allem in den letzten Jahren, ist die Zahl beruflich beding-ter Hauterkrankungen weiterhin unverändert hoch (ca. 20.000 BK-Anzeigen pro Jahr in Deutschland). Ein Erfolg versprechender Ansatz für eine deutliche Senkung der Erkrankun-gen ist die Optimierung der bisherigen präventiven Maßnahmen zur Verhinderung berufsbe-dingter Hauterkrankungen. Bisher gibt es keinen objektivierbaren Wirksamkeitsnachweis von Hautschutzmitteln unter Betrachtung der realen Arbeitsplatzbedingungen.

Ziel:

Ziel der Untersuchungsreihen im Projektverlauf ist es daher, eine Interventionsstudie* mit Randomisierung** auf verschiedene Untersuchungsgruppen durchzuführen, um ein definier-tes Hautschutzkonzept mit dem betrieblichen Ist-Zustand unter standardisierten Bedingungen (Klimakammer) zu vergleichen.
Ein weiteres Ziel ist es, anhand der Untersuchungsergebnisse Kriterien vorzuschlagen, die ein Hautschutzmittel unter speziellen beruflichen Belastungen im Hinblick auf Wirksamkeit und Anwendbarkeit erfüllen sollte.

* Unter einer medizinischen Intervention versteht man die Verhütung eines Ausbruchs oder das Fortschreiten einer Erkrankung. Das Projekt ist darauf ausgerichtet, praktikable Hilfestel-lungen zur Vermeidung beruflich bedingter Hauterkrankungen zur Verfügung zu stellen.
** D.h. Wirksamkeitstest. Bei Untersuchungen zur Wirksamkeit von Hautschutzmitteln werden die einzelnen Probanden randomisiert, d.h. per Zufall zwei alternativen Behandlungsmetho-den zugeteilt. Damit werden Fehler, die sich bei nicht zufälliger Zuteilung ergeben können, vermieden.

Methodik:

  • Aufstellung und Untersuchung objektivierbarer (messbarer) und reproduzierbarer Kri-terien zur Wirkung von Hautschutzmitteln
  • Berücksichtigung der Exposition un der individuellen Faktoren bei der Wirkung des Hautschutzes
  • Bewertung des untersuchten Hautschutzkonzeptes
  • Vorschläge zur Verbesserung der Prävention im betrieblichen Hautschutz

Urheber:
VMBG Geschäftsstelle, Kreuzstraße 45, 40210 Düsseldorf

Forschungsinstitut
Berufsgenossenschaftliches Forschungsinstitut für Arbeitsmedizin (BGFA)
Institut der Ruhr-universität Bochum
Bürkle-de-la-Camp-Platz 1
44789 Bochum
Telefon: 0234/302-4501
E-Mail: bgfa@bgfa.de

Finanzierung
Vereinigung der Metall-Berufsgenossenschaften (51% der Gesamtkosten).

Ergebnisse
Download als PFD

Veröffentlichungen:
Ein Hinweis ist auf der Forschungsdatenbank des HVBG zu finden.