Studie zur Toxizität von aluminiumhaltigen Schweißrauchen im Bereich des zentralen Nervensystems und der Atemwege

 

Projektnummer: VMBG - 1

Abschlussdatum: 30.06.2006

Projektleiter:
Prof. Dr. S. Letzel

Thema:
Das Projekt soll unter Vermeidung der Defizite bisheriger Studien einen Beitrag zur Frage leisten, ob und ggf. ab welchen Konzentrationen Aluminium/Aluminiumoxid im Schweißrauch bei beruflicher Exposition zu einer Schädigung des Zentralnervensystems (ZNS) führt.

Anlass
:
Beim Schweißen von Al handelt es sich um eine neue Technologie, die in Zukunft weiter an großer Bedeutung gewinnen wird (z.B. Serienfertigung von Karosserien im Automobilbau).
Aus diesem Grund ist die Beantwortung der Frage, ob Al-exponierte Schweißer erhöhten Krankheitsrisiken im Bereich des Zentralen Nervensystems und/oder der Atemwege unterliegen, von besonderer Bedeutung.

Ziel:
Geeignete Präventivmaßnahmen einleiten zu können

Methodik:
Die aufskizzierten Fragen zur Toxizität von Al-Schweißrauchen und geeigneten Präventivmaßnahmen sollen in einem betriebsnahen Verbundforschungsvorhaben geklärt werden zwischen:
Uni-Mainz und
BG für Feinmechanik und
Elektrotechnik.

Die Einbeziehung der beiden Organsysteme "Zentrales Nervensystem" und "Atemwege" ist bei den derzeit offenen Fragen von besonderer Bedeutung.
Um Langzeiteffekte erkennen zu können, ist die Studie als Längsschnittstudie, bestehend aus drei Querschnittsuntersuchungen über einen Zeitraum von fünf Jahren geplant.
Innerhalb der Untersuchung werden zwei voneinander unabhängige Kollektive von Al-Schweißern betrachtet.
Das Kollektiv der AUDI AG (ca. 100 exponierte und ca. 50 nicht exponierte Probanden) dient aufgrund der Kollektivgröße, der konstanten Belastung ohne Mischexpositionen und der geringen Fluktuation sowie der bereits vorliegenden Erkenntnisse über die Vorexposition aus den letzten fünf Jahren als Standardkollektiv.
Die Arbeitsgruppe des TÜV Süddeutschland untersucht ergänzend eine Personengruppe (ca. 50 exponierte und ca. 50 nicht exponierte Probanden) mit einer längeren Expositionszeit (> 5 Jahre).


Urheber:
Vereinigung der Metall-Berufsgenossenschaften

Fachausschuss EM NMBG (BG7)

Prof. Dr. med S.Letzel IPASUM

Dr. Hilla AUDI AG

Dr. Ziesche TÜV Süddeutschland


Forschungsinstitut
Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
jetzt:
Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin Johannes Gutenberg-Universität Mainz,
Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz
Obere Zahlbacher Straße 67, D-55131 Mainz
Tel: +49 6131 / 39 - 3 32 33Fax: + 49 6131 / 39 - 3 66 80
e-mail: Arbeitsmedizin@uni-mainz.de

beteiligt
AUDI AG Ingolstadt
Institut für Arbeitsmeditzin des TÜV Süddeutschland Nürnberg
jetzt:
Berufsgenossenschaft für Feinmechanik und Elektrotechnik (BG 10), Köln


Finanzierung
Fördermittel der VMBG und des HVBG sowie Eigenbeteiligung


Ergebnisse
Die Pilotstudie wurde im Frühjahr 2000 fertiggestellt. Das Forschungsvorhaben ist 2003 zum Abschluss gekommen.

Kurzfassung

Studie